Geschichte, Handwerk u. Kultur 136 ausgewählte Mostschänken Mostschädel-Wörterbuch
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  Eine Mosthauptstadt ist ...
St. Marienkirchen an der Polsenz. Punkt.
Aber die darf sich nicht einfach so zu einer erheben, die hat Entsprechendes vorzuweisen! Sa’ Marein, wie man’s liebevoll abkürzt, tut das - als emsige Kapitale von Förderung und Ausbau unserer herrlichen oö. Landessäure - und das seit Jahrzehnten: Der Weiße Sonntag (erster Sonntag nach Ostern) ist seit 1949 die entscheidende Mostkost und ein Fest für tausende Mostverehrer. Ein Mostmuseum wie das von Sa’ Marein besitzt sonst auch kein Ort und ein Obstbaulehrgarten ist selbstverständlich. Die Regentschaft im Mostland muss man allerdings teilen. Der ebenso mostbesessene Nachbar, die Gemeinde Scharten, steht der „Hauptstadt” um nichts nach, will sagen: zur Mostkost kommen dorthin noch ein paar hundert Leute mehr.
Das mag am enthusiastischen Schartener Mostob(st)mann Herrn Beißl liegen, an den Obstlehrgängen und der Rekultivierung der Streuobstflächen, an der Kirschblütenwanderung oder aber an den berauschenden Weitblicken bis tief ins Mühlviertel, bis tief in die Alpen, die man von den Anhöhen des Obst-Hügel-Landes rund um den Mostnabel der Welt hat!

Info: St. Marienkirchen,
Tel. 0 72 49/4 71 12; Scharten, Tel. 0 72 72/53 22

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