Geschichte, Handwerk u. Kultur 136 ausgewählte Mostschänken Mostschädel-Wörterbuch
home
  "Mostviertel" Mühlviertel
  "Mostviertel" Traunviertel
  "Mostviertel" Hausruckviertel
  "Mostviertel" Innviertel
 
 

Was ein echter Hausruckviertler ist, der kennt alle seine Grenzen: die seines Landesviertels und jene beim vierterl- oder krügerlweisen „Mosttippeln”. Die größten Erzeuger und genüsslichsten „Vernichter” unserer edlen Landessäure sind hier ansässig: zwischen Donau und Mondsee, Pram und Kobernaußerwald, vom Landl über den breiten Rücken des Hausrucks bis hin zum Alpenrand. Man muss den Leuten vom Landl - etwa die Bezirke Eferding und Grieskirchen - neidlos die heimliche „Mosthauptstadt Oberösterreichs” zugestehen: Sa’Marei. Und wie man das richtig ausspricht, kann man nur beim „Plankerer”, „Brünnerling” oder „Gravensteiner”, kurz: beim Most, lernen.

Hier gärt das ganze Land
Sankt Marienkirchen an der Polsenz, um das Namensgeheimnis um Sa'Marei zu lüften, ist nur eine der Mosthochburgen. Mit dem Nachbarn Scharten hat man sich zum Obst-Hügel-Land verbündet, denn die Hausruckviertler rundherum sind auch nicht faul: Da gibt es die Initiative des Most-Landls rund um Gaspoltshofen, Haag und Geboltskirchen mit einem "erfahrenswerten" Mostradweg. Und Grieskirchen und Gallspach laden zum Eintauchen in die längste Mostbaumallee (man sagt: Europas) ein, ein Naturdenkmal ohnegleichen, bestehen diese drei Kilometer doch ausschließlich aus Mostbirnbaum-Methusalems! (Bild und Kartenausschnitt rechts)

Die eigentlich erobernswerten Ziele sind aber die unzähligen großen und kleineren Mostbauernsitze, die treu und alle Jahre wieder an ihren Bäumen schütteln, auf dass der unverkennbare Hausruck-viertler Most die Zungen zum Schnalzen bringt. Und die Gemüter zum Singen!

Die Kraft geht ins Bluat,
Und 's Gift geht in d'Lebern.
Da Geist geht in Kopf
Und in d'Hosn die Trebern.

Von Franz Neudorfer, Mostliebhaber, Dichter, Hausruckviertler

 zu den 42 Mostschänken
 Mostschänken des Landes
 Die besten Mostinitiativen