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Was ein echter Hausruckviertler
ist, der kennt alle seine Grenzen: die seines Landesviertels
und jene beim vierterl- oder krügerlweisen „Mosttippeln”.
Die größten Erzeuger und genüsslichsten „Vernichter” unserer
edlen Landessäure sind hier ansässig: zwischen
Donau und Mondsee, Pram und Kobernaußerwald, vom Landl über
den breiten Rücken des Hausrucks bis hin zum Alpenrand.
Man muss den Leuten vom Landl - etwa die Bezirke Eferding
und Grieskirchen - neidlos die heimliche „Mosthauptstadt
Oberösterreichs” zugestehen: Sa’Marei.
Und wie man das richtig ausspricht, kann man nur beim „Plankerer”, „Brünnerling” oder „Gravensteiner”,
kurz: beim Most, lernen.
Hier
gärt das ganze Land
Sankt Marienkirchen an der Polsenz, um
das Namensgeheimnis um Sa'Marei zu lüften, ist nur eine der Mosthochburgen. Mit
dem Nachbarn Scharten hat man sich zum Obst-Hügel-Land verbündet,
denn die Hausruckviertler rundherum sind auch nicht faul: Da gibt es die Initiative
des Most-Landls rund um Gaspoltshofen, Haag
und Geboltskirchen mit einem "erfahrenswerten" Mostradweg. Und Grieskirchen
und Gallspach laden zum Eintauchen in die längste Mostbaumallee (man
sagt: Europas) ein, ein Naturdenkmal ohnegleichen, bestehen diese drei Kilometer
doch ausschließlich
aus Mostbirnbaum-Methusalems! (Bild und Kartenausschnitt rechts)
Die eigentlich erobernswerten Ziele sind aber die unzähligen großen und kleineren Mostbauernsitze, die treu und alle Jahre wieder an ihren Bäumen schütteln, auf dass der unverkennbare Hausruck-viertler Most die Zungen zum Schnalzen bringt. Und die Gemüter zum Singen!
Die Kraft geht ins Bluat,
Und 's Gift geht in d'Lebern.
Da Geist geht in Kopf
Und in d'Hosn die Trebern.
Von Franz Neudorfer, Mostliebhaber, Dichter, Hausruckviertler

zu
den 42 Mostschänken
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des Landes
Die besten Mostinitiativen
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