Geschichte, Handwerk u. Kultur 136 ausgewählte Mostschänken Mostschädel-Wörterbuch
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Was ein echter Mühlviertler ist, das gibt schon der Duft des Mostes wieder. Kühle entströmt ihm, resch und herb, aber immer auch ein Hauch von Frühling. Das ist die jähe Kraft der Mühlviertler Sonne, die über dem Geschmack aus rauem böhmischem Wind und Granit (in allen Tönen) schwebt. Wenig Zeit hat der Mühlviertler Mostbaum zum Reifen seiner Früchte, aber diese Sommer sind voller Kraft und der Herbst schenkt ihm beruhigende, goldene Tage.

Der Baum steht auf Granit
Kein Honiglecken war und ist es, auf dem ältesten Gestein der Erde und auf einer Wetterscheide des Kontinents eine solche Kulturlandschaft zu erschaffen. Was das romantische Auge heute so entzückt, haben gut 30 Generationen an Bauern dem Viertel zwischen Donau und Böhmerwald abgerungen. Und wie die Hügel in Etappen höher steigen, das kann man schmecken: Ein Most von der Donau ist ein anderer als der von der Waldaist! Aber um das zu erkennen, muss man sich erst einmal „durchbeißen”. (Prost!)
Im Mühlviertel finden Sie auch die besten Mostschänken von Linz-Urfahr.

Auf Granit wüsd' beißn -
Ohne dass da d'Zähnt außafoin?
(Und mechast, dass' sogår nu länga hoidn?)
Nau, daun beiß eini - in an Mühviadla Most.
Då woaßt, wås d' håst: an soichan G'schmå!
(D'Zähnt foin da soundso amoi å.)

Aus "Kraut und Ruam und Viasmbuam" von Vinzenz Wiesel

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