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unvergorener,
frisch gekelterter Fruchtsaft, Apfel- od. Birnenwein (oö.
Eigenart: Mischlingsmost aus einem
Teil Mostäpfeln
und drei Teilen Mostbirnen gekeltert).
ital. Mosto, franz. Muôt (Cidre für Apfel und
Poirée für Birnenwein); Aller Worte Ursprung
ist lateinisch:
(Vinum) mustum, musti: Most
mustus: jung,
frisch, unreif
mustulentus: mostreich |
| Senf,
ndt., bedeutet eigentlich „brennender Most”, kommt es doch
vom lateinischen Mustum ardens - brennender
Most - Senf,
altfranz. mostarde, franz. moutarde, engl. mustard; echter Dijonsenf wird nach
wie vor nicht mit Essig, sondern mit dem Saft unreifer
Trauben (Muôt) angesetzt.
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Etymologie zum Mostobst |
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| Butz-/Dutzbirn |
| (her)birnen |
| rass |
| resch |
| fesch |
| låb |
| hab, habn |
| hantig |
| müd |
siaß
picksiaß siaßlat |
| siaßln |
| umgfoin |
| schledern |
| schludern |
| Gschlåder(-at) |
| Noagerl |
| Foam |
| Ranftl |
| hälledi |
| Hoanzl |
Hoanzlbeng/-bock/ -goaß |
| Rastlbinder |
| Pofesn |
| Kircheln |
| Schmankerl |
| Schmant |
| Zötn |
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| zärtlicher
Klaps |
| hinfallen,
verhauen |
| ranzig,
herb, scharf; v. mhd. raeze; a Rasse: scharfzüngige Frau;
beim Most: zu viel Fruchtsäure. |
| mutig,
knusprig, lebhaft, derb; v. mhd. roesche -
rau; a Resche: eine resolute Frau; beim Most: säuerlich,
ungesüßt (und erfrischend!) |
| schön,
erfreulich |
| lau,
fad, langweilig, lauwarm |
| das
tut der Most, klebt er pelzig am Gaumen; hab sein, sich
haben - beleidigt sein |
| bitter,
gallig; v. mhd. hantec - bitter; hantig und grantig
(übellaunig) reimt sich nicht von ungefähr |
| mild
(Most: niemals müde!) |
süß;
klebrig süß
süßlich |
| Süße
ausströhmend, in Oberösterreich auch für
liebdienerisches Verhalten |
| umgefallen,
gekippt, zu Essig gewordener Most |
| (zu)
viel trinken, regnen; zu mhd. slâte -
Schilf (halb im Wasser); |
| trinken,
mies arbeiten; |
| Dünnflüssiges;
verwässerter Most (Streng verboten!) |
| Rest
im Glase, von: Neige |
| Schaum;
ahd. (engl.: foam) |
| dünne
Schicht; mhd. ranft - Einfassung, Rand; zu: Mostgeläger |
| pur,
unverdünnt; von: ledig |
| erster
abgezogener (abgesogener) Saft (auch beim Bierbrauen) |
| Schnitzbank
des Fassbinders; Hoanzlkopf: Dieser klemmt das Arbeitsstück
ein |
| Siebmacher;
gesprungenes Tongeschirr wurde mit Kartoffelmasse geklebt
und mit Drahtgeflecht stabilisiert (vergleiche: Raster) |
| (Pafese),
Süßspeise aus zwei Weißbrotscheiben (eig. -schilden); in
Wien mit Hirn gefüllt; scherzhaft für Gehirn • „Pofesnkammerl”; vom
ital. Pavesi- aus Pavia (Doppelschildkämpfer!) |
| Kücheln,
kleine Kuchen |
| Leckerbissen;
urspr. bayr. Süßspeise; von ahd. smant |
| Rahm |
| flaches
Gebäck, Lebzelten
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Etymologie zum Mostobst
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Edelreis
(oder Edelreiser) |
| Unterlage |
| Pfropfung |
| (å)pfätzen |
| Bira |
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| Zweig von einer Sorte,
der ganz bzw. von dem ein Teil zur Veredelung auf einer
Unterlage verwendet wird; mhd. rais (vergl.
das Lied „Es
ist ein Reis ensprungen”) |
| aus
Samen bzw. Wurzelausläufern gezogene Pflanze, die zum Veredeln
bestimmt ist Okulation • Einfügen eines Rindenstückchens
mit Auge ( • Knospe) hinter die Rinde der Unterlage |
| Einfügen
eines Edelreises mit mehreren Knospen hinter die Rinde
oder in den Holzteil der Unterlage; in Hessen Possen genannt. |
| pelzen, ältestes Wort für das Veredeln
von Obstbäumen; mhd. pfeltzen, vermutl. v. mhd. apfel;
Pfeltzpewnt: Baumschule, erstmals erwähnt im deutschsprachigen
Raum 1371 in OÖ! |
| Birne
in Mundart (von lat. pira)
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Etymologie zum Mostobst
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| Schaunk/Schänkn |
| Der Mundschenk |
| (Wörtlich)
ausgestorben ist nur dieser:
Leitgeb |
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| Schänke
(auch Schenke), Schanktisch, Wirtshaus; von mhd. shänkan, german.
skankija - einschenken,
v. altnord. skakkr -
schräg;
ursprünglich also: „aus einem Gefäß schräg aus- und einschenken".
Unsere neuhochdeutsche Bedeutung Geschenke geben stammt
aus dem uralten Brauch, bei Empfängen sowohl Getränke auszuschenken
als auch Geschenke auszuteilen. Solche Gelegenheiten
hießen „eine schenke veranstalten”. Nichts mag umsonst
sein, aber bei einer Schenkung gab es Freimost. |
| nahm
eine hohe Stellung im Feudalwesen ein und war ursprünglich
für die Versorgung des Hofes mit Weinen,
später auch für die königlichen Wein- und Obstgärten zuständig, ein Amt mit großer
Verantwortung und eine Vertrauensstellung. Ähnlich dem seit der Antike bekannten
Amt des Vorkosters vertraute der Herrscher dem Mundschenken seine Gesundheit
und sein Wohlergehen an. Bereits in der Bibel (Buch Genesis sowie
1. Buch Moses Nemehia) wird der Mundschenk des Pharao hervorgehoben. |
| Mostwirt;
va. von mhd. lît - Leit -
Obstwein, Most; Abstammung
der typ. oö.
Nachnamen Leitgeb, Leutgöb; in Kaltenleutgeben (im
Wienerwald) gab oder schenkte einer kalten Most aus, was
beweist, dass zuerst die Mostschänke da war - und
dann der Ort. |
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ahd/mhd.:
althochdeutsch, mittelhochdeutsch, dt.: deutsch, ndt.:
norddeutsch, lat.: lateinisch, ital.: italienisch, franz.:
französisch, engl.: englisch, ae.: altenglisch, va.: veraltet
Etymologie zum Mostobst
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